Das Journal: Die Zahlen kommen von allein
- Automatischer Import jeden Abend von allen angebundenen Konten. Nur die Zahlen: Deine Notizen bleiben unangetastet.
- Ein eigenes Journal je Konto (Demo, Challenge, Funded, Echtgeld), alles getrennt: eigene Tage, eigene P&L-Kurve, eigene Auswertung. Dazu die Gesamt-Ansicht als kontoübergreifender Track-Record.
- Der Plan-Katalog: hakbare Kriterien statt Fließtext. Einstieg nach Plan? Management? SL gelassen? Etwa vier Klicks pro Trade. Daraus entsteht eine Plan-Treue in Prozent: die Zahl, die ehrlicher ist als der P&L.
- Faktoren & Psychofallen: anklickbare Chips (FOMO, Revenge, Overtrading, Tilt …) und eigene Faktoren, die du selbst anlegst (Kita ausgefallen, schlecht geschlafen), mit eigener Farbe.
- Musteranalyse: Phoenix liest das Journal und sagt dir, welche Muster wirklich drinstehen, nicht die, die du zu haben glaubst.
Der Overtrading-Modus (mit Absicht unangenehm)
Hast du mehr Trades gemacht, als deine eigene Tagesgrenze erlaubt, erscheint eine rote Box. Dann musst du jeden einzelnen Trade dokumentieren und eine Pflicht-Reflexion schreiben: Ab welchem Trade war das kein Plan mehr: Revenge, Tilt oder Langeweile? Sonst lässt sich der Tag nicht speichern. Die Mühe ist die Konfrontation. Genau darum geht es.
Der Löschschutz (das vielleicht wichtigste Detail)
Es gibt kein echtes Löschen im Journal. Wer ein ganzes Konto ausräumen will, landet nicht bei „sicher? ja/nein", sondern bei einem Sparringpartner, der die Fakten kennt: Wie viele Tage? Wie viele rote? Gab es gerade eine Verlustserie? Sitzt hier also jemand im Schmerz? Er lässt sich nicht anlügen. Zwei Ausgänge, mehr nicht: Entweder das Konto darf raus, weil sachlich nichts Echtes drinsteht, oder es bleibt, mit den roten Zahlen, sichtbar. Bei echter Substanz kommen 48 Stunden Wartezeit dazu. Gelöschtes wandert in ein Archiv. Nichts ist je wirklich weg.
Regeln & das tägliche Ritual
Aufgeschriebene Regeln bringen nichts, wenn man sie einmal im Januar notiert und nie wieder liest. Deshalb: Werktags vor dem Handelsstart legt sich ein Vollbild-Fenster über das Dashboard, und du liest deine eigenen Regeln laut vor. Phoenix hört zu und prüft, ob wirklich vorgelesen wurde. Erst dann geht das Fenster auf. Dazu läuft eine Streak.
Schikanös ist es nicht: Ein „Später"-Knopf schiebt das Ganze eine Stunde, ohne die Streak zu zerstören, wenn du gerade in einem Trade sitzt oder telefonierst. Nachholen zählt voll. Nur wer bewusst überspringt (und dafür das Wort ÜBERSPRINGEN tippen muss), reißt die Serie.
Dazu Wochen- und Monatsreflexion in zwei getrennten Berichten: Trading pur (P&L, Disziplin, was den Tag gekillt hat) und Körper & Geist (Schlaf, Erholung, Bewegung und wie das mit dem Trading zusammenhängt). Beide schreiben sich freitags von selbst.
Die Bias-Analyse: Marktvorbereitung, automatisch
Die 45 Minuten Handarbeit vor dem Handelsstart (Levels ziehen, Ranges rechnen, Struktur lesen) macht Phoenix von allein, alle paar Minuten frisch:
- Key Levels: Tageshoch/-tief, Asia High/Low, Vortageswerte, Value Area, VWAP, unberührte Volumen-Punkte.
- ATR & Session-Ranges: wie viel Bewegung realistisch ist, aufgeteilt nach Asia, London und US. Also: Ist heute überhaupt noch Weg da?
- Ein Score für die Tagesrichtung: bewusst symmetrisch gerechnet, mit echtem Nullpunkt. Kein künstlicher Optimismus.
- KI-Analyse im Klartext: ein geschriebener Kommentar zur Lage, News und Earnings direkt daneben.
Ehrlich gesagt
Fällt eine Datenquelle aus, steht das sichtbar in der Analyse, statt eine schlechte Zahl still als gute auszugeben. Der Score sagt dir, wie die Lage aussieht, nicht, was du traden sollst. Die Entscheidung bleibt deine.
Das Zusammenspiel
Das Journal ist die Faktenbasis für alles: Mattheo coacht mit deinen echten Zahlen, Aurora prüft daran, ob eine Lockerung verdient ist, und die Wochenreflexion zeigt dir Muster, die nur ein System sehen kann, das Trading und Leben kennt.